19. Juni 2011

Bei mir ist was eingezogen...

...jaaaa, genau ! Und ich glaube fast, ich bin die stolzeste Spinnrad-Besitzerin überhaupt :-) Schaut mal:


Aber jetzt mal von vorne: Da war ja noch das Geburtstagsgeschenk, mein Spinnkurs, und nun war es soweit. Mein Mann kurvte mit mir ins schöne Toggenburg zu Sabina Haese nach Stein SG, wo wir gleich herzlich empfangen wurden und in der gemütlichen Küche Platz nehmen durften (mit Aussicht auf den Alpakahengst). Da lag schon jede Menge Wolle bereit und nach einer Einführung ging es mit der Handspindel weiter - Drehung unten, oben zupfen, nur nicht loslassen, aufwickeln, ja, nicht ganz einfach. Ich durfte auch gleich mehrere Spindeln und Fasern durchprobieren und mit der Hilfe von Sabina ging es auch recht gut. Auch das Handkarden konnte ich gleich ausprobieren und schon ging es weiter ins Wohnzimmer, wo schon sechs Spinnräder bereit standen - die Qual der Wahl, aber erstmal hiess es, das Treten einigermassen hinzukriegen (und zwar langsam und mit Vorteil nur in eine Richtung...). Dazu gab es noch weitere interessante Informationen zur Wolle und deren Verarbeitung. Nun aber ging es so richtig los und ich durfte all die tollen Spinnräder der Reihe nach ausprobieren:


Mein Mann hat ein gutes Auge und konnte mich mit Tipps auch schon unterstützen, ich glaube, es hat nicht viel gefehlt und er hätte sich gleich selber ans Spinnen gemacht.
Irgendwann gehen auch die tollsten drei Stunden vorbei und die Stunde der Entscheidung kam: Sechs Spinnräder zur Auswahl. Mein Mann hatte sehr schnell erraten in welches Rad ich mich verliebt habe und so durfte ich ein wunderschönes Spinnrad, das im Ballenberg gefertigt wurde, nach Hause nehmen. Es scheint aus Kirschbaumholz hergestellt zu sein, aber leider konnte ich noch nicht viel mehr herausfinden (aber ein guter Grund, doch bald einmal wieder im Freilichtmuseum Ballenberg vorbeizuschauen).


Soweit meine Kenntnisse reichen, ist dies ein einfädiges Hochrad mit Flügelbremse und integrierter Zwirneinrichtung für drei Spulen. Es läuft leise und wunderbar leicht und rund - klar, beides natürlich verglichen mit den fünf anderen Spinnrädern, die ich in meinem Leben bisher ausprobiert habe :-), aber ich bin sehr zufrieden. Damit ich gleich zu Hause mit meinem neuen Spinnrad üben kann, bekam ich von Sabina einen grosses Sack Wolle geschenkt, da habe ich mich aber gefreut! Schliesslich durften wir noch bei Sabinas Alpakas vorbei und mit einem Nachtessen, zu dem auch die Spender dieses Kurses kamen, ging der Tag zu Ende.

Ein grosses Dankeschön den lieben Spendern für die Idee und das Geschenk und an Sabina für den tollen Nachmittag, ihre fachkundigen Erklärungen und ihre Geduld... hat sehr viel Spass gemacht!


Oh Moment, natürlich will ich auch noch kurz berichten, wie es danach weiterging. Schliesslich brauchte ich noch einen Hocker zu meinem Spinnrad und ich eröffnete meinem Mann, dass wir unbedingt zu diesem grossen Möbelhaus mussten und bald zog auch noch der Ingolf bei uns ein (von mir ganz alleine zusammengeschraubt, hehe):


So entstand also zusammen mit meinem Wollsack meine erste kleine Spinnstube:


Die ganze braune Wolle ist schon versponnen und ja, da ist es also, mein erstes Spinnergebnis:


In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass das, was ich da produziere "schwangere Regenwürmer" genannt wird (weil es noch immer dickere Stellen in meinem Faden hat). Jetzt heisst es (weiter-)üben, üben, üben.... Daher mache ich mich jetzt auf zu der weissen Wolle, mit der ich schon angefangen habe. Wenn ich fertig bin, werde ich gleich noch ins Färbeatelier wechseln und ausprobieren, wie sich die Wolle färben lässt...

12. Juni 2011

Zum Weltstricktag

Dieses Wochenende feiern wir Weltstricktag und zu diesem Anlass möchte ich Euch von meinem Besuch im Museum Bellerive in Zürich berichten.








Das Wetter war gerade richtig für einen Museumsbesuch, als mein Mann und ich uns auf den Weg nach Zürich machten zur Ausstellung "Neue Masche - gestrickt, gestickt und anders". Ich gebe gleich zu, dass mein Verhältnis zur modernen Kunst ein zwiespältiges ist und stehe dazu, dass ich einiges weder interessant noch gelungen finde - daher will ich hier auch keinen umfassenden Überblick zeigen, sondern die Stücke, die mir persönlich zugesagt haben.

Die Titelgestaltung im Eingangsbereich (siehe oben) hat mir bereits sehr gut gefallen und war vielversprechend.

Isabel Berglund - Wall of Stiches - Baumwollgarn gestrickt (2005)
Hier hat mir besonders gefallen, dass die Künstlerin die Stricksachen unbeweglich macht, denn normalerweise werden Strickstücke gestrickt (oft auch schon unterwegs), angezogen und man geht davon. Hier aber kann man zwar beispielsweise den Schal (ganz rechts) umlegen, aber weglaufen ist nicht drin, was mir wieder einmal richtig vor Augen geführt hat, wie mobil und zeitgemäss unser Hobby eigentlich ist.*

 Sebastian Schönheit - 300 - Polyamidseil (2008)
Hach ja, die überdimensionalen Maschen gefallen mir einfach. Es ist für mich immer noch ein kleines Wunder, wie aus einem Strang diese wunderbar geflochtenen Maschen werden, die ich so schön finde. So ein grosser, handgestrickter Teppich könnte ich mir direkt im Wohnzimmer vorstellen (aber das werde ich meinem Mann (noch) nicht verraten).

Theresa Honeywell - Everything nice - Acrylgarn über Motorrad (2006)
Ein wunderbares Beispiel dafür, dass man alles stricken kann, was man möchte. Ist das nicht toll?

Christien Meindertsma - Aran Rug - 100% Wolle von der Insel Texel (2008)
Hier sind wir wieder bei den wunderbar grossen Strickstücken - mehr braucht es nicht für ein Kunstwerk.

Senior Design Factory - Oversize - Strickarbeit (2008)
Diese ebenfalls etwas grössere Socke entstand als Diplomarbeit von Debora Biffi und Benjamin Moser, zusammen mit zehn Seniorinnen aus dem Altersheim Limmat in Zürich. Nun gut, die Socke kann man nicht anziehen, aber diese strick-generationenübergreifende Zusammenarbeit finde ich sehr spannend.

Joana Vasconcelos - Emmanuelle - Fayence bemalt, Baumwolle gehäkelt (2007)
Diese Künstlerin hat mehrere Wahrzeichen Portugals wunderschön zusammengebracht - Stiere, Häkelarbeiten und wohl auch Fayence. Besonders gefällt mir hier, dass der Stier, der für Stärke und Wildheit steht, verbunden wird mit zarten Maschen.

Der oder die Künstlerin möge mir verzeihen, aber ich kann die Angaben zu diesem Werk nicht finden. Ich erinnere mich an mein Staunen, als ich den komplett gestrickten Bundestag in Berlin an dieser Ausstellung fand und habe über meiner Begeisterung wohl die entsprechenden Notizen vergessen. Was man auf dem Foto nicht so gut erkennen kann, ist die naturgetreue Darstellung der Glaskuppel aus silbrig-glänzendem Faden. Das Werk hängt an einem dünnen Draht von der Decke, schwankt und dreht sich, wohl auch nicht ganz zufällig.

Patricia Waller - Domestic Help - Wolle, Häkelarbeit (2006)
Das Staubsaug-Elefäntli fand mein Mann sehr gelungen (staubsaugen mag er nicht besonders), so einen hätte er wohl auch gerne.

Karen Norberg - The Knitted Brain - Baumwolle (1993)
Die Künstlerin ist Psychiaterin und hat ein Jahr damit zugebracht, das menschliche Gehirn in anatomisch korrekter Weise in Wolle darzustellen. Wie gesagt, es gibt nichts, was man nicht stricken kann...

Der gnittinK Room (2011), Rüdiger Schlömer
Es gab natürlich auch einen kreativen Strickraum... Aber so stark wollte ich die Geduld meines Mannes dann doch nicht auf die Probe stellen.

Insgesamt eine sehr gelungene Ausstellung mit einigen sehenswerten Stücken. Gefreut hat mich an den Werken auch, dass sie von verschiedenen Künstlern an verschiedenen Orten und Zeiten entstanden sind, sie sich also nicht speziell für diese Ausstellung mit dem Thema "Maschen" auseinandergesetzt haben.
Die Ausstellung ist noch bis am 24.07.2011 im Museum Bellerive zu besichtigen. Weitere Informationen gibt es hier.

Ich wünsche allen Strickerinnen und Handarbeitenden viel Spass am Weltstricktag und ein interessantes, kreatives nächstes Jahr und Euch allen ein schönes Pfingstwochenende.

* Nicht, dass es uns auch nur im Geringsten vom Stricken abhalten würde, wenn es weniger oder gar nicht modern wäre ;-)

1. Juni 2011

Grüner Farn im Walde

Da sind sie nun, frisch aus dem Wald gewissermassen: meine Grüner-Farn-Socken sind fertig geworden! Die verwendete Wolle (Bernetta Grilana aus 75% Schurwolle und 25% Polyamid, handgefärbt) war wunderbar zu verstricken, davon werde ich mir gleich einen Vorrat anlegen, natürlich in weiss (mein Mann hat ein ganz klein wenig die Augenbrauen hochgezogen über dieser Ankündigung).
Die Socken, die ich schon eingeweiht habe, sind mit Bumerang-Ferse gestrickt (die ist so erfrischend einfach) und das Bein ist mit einem Wellenmuster versehen. Kommentar meines Mannes: muss es da so Löcher drin haben...? Mittlerweile kennt er auch den Begriff "Lace" (also Lochmuster-Stricken).*  Damit habe ich einen weiteren Punkt auf meiner Liste für dieses Jahr erfüllt und freue mich am Ergebnis.


Nun war ich aber am Sonntagabend schon fertig. Da hat sich unweigerlich die übliche Frage gestellt: Was stricke ich denn als nächstes? Da ich noch ein ganzes Wollknäuel übrig hatte und mich das Muster auch nach zwei Socken immer noch begeisterte, entschloss ich mich, noch mal zwei Socken zu stricken. Oder besser: Söckli... Unten links im Grössenvergleich.**


Die Sommerferien stehen vor der Türe und wer strickt sieht sich nicht nur mit der Frage konfrontiert, welche Kleider nehme ich mit, sondern auch welche Strickprojekte. Damit die Auswahl etwas leichter wird, hier einige Tipps aus meinem Knitting Daily Newsletter (das sind die, die auch mein tolles Heftli herausgeben). Zu abonnieren gibt es ihn hier und in der Zwischenzeit in Übersetzung bei mir:

Pick easy projects. - Keine allzu anspruchsvollen Dinge mitzunehmen kann das geniessen der Ferien erleichtern - trotzdem kann man diesen Tipp natürlich anhand der eigenen Fähigkeiten umsetzen.
Pick small-ish projects. - Einen Bettüberwurf oder vielleicht auch den Pullover der besseren Hälfte mitzuführen kann je nach Art der Reise etwas anstrengend werden. Kleinere Projekte wie Socken, Sommerschals, Bebegarderobe, sommerliche Oberteile und Ähnliches bieten sich hingegen an - ebenso wie leichte Baumwolle oder kühlende Seide als Materialien.
Choose your tools wisely. - Damit wären wir wieder beim Packen und mit den richtigen Arbeitsgeräten steht der Reise nichts mehr im Wege.
Organize everything. - Hach ja, Organisation erleichtert das Leben. Eine besonders tolle Idee für Stricken auf Reisen sind übrigens diese Plastikgefriersäckli mit "Reissverschluss", da bleibt auch der Reihenzähler da, wo er sollte...
Keep a notebook handy. - Ja, ein Stricknotizbuch habe ich mir vor kurzem angeschafft und auf Reisen wird man bei Unterbrüchen mit einem Notizbuch davor bewahrt, den sprichwörtlichen Faden zu verlieren.
Most importantly, relax! - Au ja, Entspannung pur... Jetzt schon schöne Ferien Euch allen!

So, jetzt macht Wullechneuel eine kurze kreative Pause - bis bald!

* Nun gut, so ganz ernst gemeint hat er die Frage wohl nicht ;-)
** Nur um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Die leicht grösseren Socken sind eine 38, die etwas kleineren sind 10.5cm lang.

22. Mai 2011

Wolle und Spindeln

Meine Strickprojekte sind noch auf den Nadeln und warten auf ihre Vollendung. Daher gehen wir heute zurück, einen Schritt vor das Stricken: zur Wolle und zum Spinnen.

Schon lange würde ich gerne viel mehr über Fasern, Wolle und Schafe wissen. Es ist nicht ganz einfach, genau das richtige Buch zu finden, aber dieses hier ist ein ganz toller Anfang:
The Knitter's Book of Wool: The Ultimate Guide to Understanding, Using, and Loving this Most Fabulous Fiber von Clara Parkes.


Wusstet ihr, dass man Baumwollfasern 3'000 Mal biegen kann bevor sie brechen, Wollfasern aber 20'000 Mal? Oder dass Wolle 30% ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen kann, bevor sie sich nass anfühlt? Und dass nasse Wolle aufgrund einer chemischen Reaktion sogar Wärme abgibt? Daneben ist Wolle auch noch feuerabweisend und lädt sich kaum elektrostatisch auf. Als nächstes geht es weiter mit den Wollqualitäten und den verschiedenen Schäfchen, bin schon gespannt.

Der Verlag, bei dem ich mein Strickheftli abonniert habe, hat gerade ein neues Magazin herausgegeben, Knit&Spin, also für Stricker und Spinner, da wollte ich doch gleich mal reinschauen, da gibt es nämlich einen Artikel über die Auswahl eines Spinnrades:


Und während ich das tolle Heftli durchblätterte, begann ich mich zu Fragen, ob ich vielleicht schon mal ein bisschen mit einer Handspindel üben könnte. Eine Spindel habe ich zwar nicht, aber eigentlich gibt es doch die Einzelteile im Baumarkt, mit etwas Phantasie... Und mit der Hilfe meines Mannes natürlich. Nachdem ich die Holzteile zusammengesucht und anhand von einigen Bildern erklärt hatte, wie eine Spindel aussieht, griff mein Mann zu Bohrmaschine, Säge und Feile und kurze Zeit später war unser Prototyp fertig - echt Swiss (und Hand) Made:


Jetzt heisst es üben, üben, üben. Ein klein wenig Garn ist schon entstanden, naja, noch nicht brauchbar, aber das wird schon noch - es gibt ja auch Garn zu kaufen, das unterschiedlich dick ist, oder? ;-).

15. Mai 2011

Sakura

Sakura ist die japanische Kirschblüte, die im Zentrum meiner Arbeit steht, die heute fertig wurde:


Die Kirschblütenzeit, so lehrt wikipedia, läutet in Japan den Frühling ein und steht für Aufbruch, Schönheit und Vergänglichkeit - eindrückliche Bilder aus Japan finden sich hier. Die Kirschblüte zieht in Japan von Mitte März bis Mai von Süden nach Norden und ist begleitet von zahlreichen Festen unter Familie und Freunden. Dieses Jahr wurden die Feste von den tragischen Ereignissen in Japan überschattet, das auch mir sehr zu Herzen ging. In einigen Blogs wurde das Thema auch kontrovers diskutiert. Leider ist es so, dass an vielen Stellen der Welt Tragödien vor sich gehen, das ganze Jahr hindurch und ohne viel Aufmerksamkeit. Daher ist es mir wichtig, immer wieder in der Nähe sowie in grösserer Entfernung einen kleinen Beitrag zur Linderung der Not zu leisten und mir bewusst zu sein, dass es nicht allen Menschen so gut geht wie mir, nicht nur bei grossen Katastrophen. Gerne habe ich aber auch hier mit dem Kauf dieser Anleitung (der Erlös ging an das japanische Rote Kreuz) einen Beitrag geleistet: Sakura von Yoko, erhältlich bei Ravelry.


Damit habe ich in diesem Jahr auch meine erste Häkel-Arbeit fertig gestellt (die Anleitung enthält auch die Häkelschrift, nicht nur die englische Text-Fassung). Viele Stricker scheinen ein etwas gespanntes Verhältnis zum "H-Wort" zu haben, nun ja, stricken mag ich zwar noch etwas mehr, aber manchmal ist Abwechslung ebenso schön und die Arbeit mit nur einem Holzstäbchen hat auch Spass gemacht. Das verwendete Garn ist Bernetta Baby Soft aus 100% Baumwolle.

Zwei Projekte harren auf den Nadeln ihrer Vollendung, die "Grüner Farn Socken" und der "Nachthimmel bei Vollmond Kragenschal".

Sayonara, und Euch allen eine gute Woche!

10. Mai 2011

Endlich ist es da !

Da muss ich doch einen Spezial-Eintrag machen - am 14. Januar (ich habe nochmal nachgeschaut) habe ich das Interweave Knits Magazin abonniert. Der Verlag sitzt in Kalifornien und ich ging schon davon aus, dass es ein Weilchen dauern wird, bis es da ist. Trotzdem lief ich jeden Tag mit grosser Hoffnung zum Briefkasten. Bis Ende Februar, da habe ich mir erlaubt, beim Verlag nachzufragen (ich gehe davon aus, da sitzen lauter genauso strick-verrückter Menschen wie ich, die werden mich schon verstehen). Die haben mir dann mitgeteilt, ich werde die Sommer-Ausgabe erhalten. Sommer?! Seufz.
Aber jetzt, frisch ab Druck, hier ist es:


Hach. Ganz toll. Und ich verzieh mich dann mal auf das Sofa...

8. Mai 2011

Entrelac

Jetzt ist es soweit: Meine treuen Leser wissen, dass ich mir für dieses Jahr unter anderem ein Entrelac-Projekt vorgenommen habe und hier ist es nun, ganz frisch, soeben fertig geworden:


Der ursprüngliche Plan für mein Entrelac-Projekt waren Pulswärmer aus Noro Wolle. So nahm ich, nachdem ich diese Wolle in Burgdorf gefunden hatte, die Anleitung hervor, um mich in diese spezielle Stricktechnik einzulesen. Bald schon war mir klar, mit dieser Anleitung würde dies nichts werden, da die technische Seite vorausgesetzt wurde. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Anleitung, bei der ich erstmal die Technik lernen konnte (und die fand ich dann hier) und entschied, zuerst einen einfachen Schal statt der Pulswärmer zu stricken. Da ich die Wolle noch aufheben wollte (man weiss ja nie, wenns mir gefällt, kann ich die Pulswärmer ja nachholen), musste ich eine andere Wolle "finden". Was für ein Glück, dass mein Mann mir einige Wochen zuvor sozusagen geraten hatte, diese tolle grüne Lang Jawoll Magic zu kaufen, ohne dass ich ein Projekt dafür im Kopf hatte - mir werde schon etwas einfallen und da hatte er Recht, was ihn natürlich freut. So begann ich also meinen grünen Schal und nachdem ich fünf bis sechs Mal die erste Reihe gestrickt und wieder aufgetrennt hatte, kam ich endlich zur zweiten und von da an ging es bergauf. In der erwähnten Anleitung stand, nach einigen Reihen würde man in der Lage sein, das Muster auswendig stricken zu können.  Es fiel mir schwer, dies zu glauben, aber ich dachte mir: Wenn sie das auswendig kann, dann kann ich wohl den Schal mit der Anleitung zu Ende stricken. Nach etlichen Strickreihen und Blätter Hin- und Herwendereien war es soweit: es ging auch ohne.


Am meisten freut mich, dass mir das Entrelac-Stricken Spass macht und ausserdem auch, dass es meiner Mama so gut gefällt, dass sie auch gerne ein solches Projekt stricken möchte und wir werden dies an einem Entrelac-Projekt-Tag in Angriff nehmen. Einen schöneren Abschluss gäbe es für den heutigen Muttertags-Eintrag wohl nicht - mit lieben Grüssen an alle Mütter, an alle, die noch Mutter werden und alle, die ihre Mütter und Schwiegermütter so gerne mögen wie ich. 


1. Mai 2011

Grün, grüner, ...

Blau ist meine Lieblingsfarbe. Schon immer, glaub ich. Blau ist das Meer und der Himmel, dessen Weite mir immer wieder gut getan hat. Nur, zu grün habe ich schon seit einiger Zeit auch ein ganz tolles Verhältnis - grün, das ist die Natur und das Leben allgemein. Grüne Bäume vor hellblauem Himmel, Natur, Weite und Ruhe. Manchmal ist aber auch Farbe meine Lieblingsfarbe... Dann nehme ich meine weisse Wolle und die Färbe-Utensilien und verschwinde in der Küche. Vor einigen Tagen ist dabei die Wolle für die grünen Socken entstanden:


Ich bin mit der Wolle sehr zufrieden, Bernetta Grilana aus 75% Schurwolle und 25% Polyamid. Ich hatte mich darauf eingestellt, dass das Polyamid die Säurefarbe nicht annehmen würde und ein weisser Faden neben den grünen zurückbleiben würde, doch weit gefehlt. Ich bin zwar nicht sicher, wieso es trotzdem geklappt hat, aber das Ergebnis ist ganz gut geworden. Gefärbt habe ich mit einem helleren und einem dunklerem Grünton im Tauchverfahren.

In den letzten beiden Tagen durfte ich viele liebe Freunde treffen und durfte mich über viel Lob und Interesse an meinem Blog freuen, Menschen, die meine EMails erwarten, die mir begeistert von ihren eigenen Strickarbeiten erzählen und einfach nachfragen was gerade läuft und was gerade gestrickt wird, das freut mich immer wieder ganz fest (neben den Kommentaren hier im Blog natürlich)! Ja, gestrickt wird bei mir gerade fleissig etwas Grösseres (oder besser: Längeres), daher gibt es im Moment gerade noch keine neuen Fotos von Strickstücken, aber das kommt wieder...

Dass ich das Stricken einfach toll finde, muss ich wohl nicht speziell erwähnen. Dafür gibt es so viele Gründe (angefangen bei den Farben, die flauschig-weiche Wolle, oder das kleine Wunder, dass aus einem Strang mit nur rechten und linken Maschen so tolle Dinge möglich sind), aber drei möchte ich besonders hervorheben:

1) Stricken beruhigt und entspannt. Das mag am Anfang anders sein oder zwischendurch auch mal mehr Herausforderung als Entspannung, aber mit der Zeit klappt das wunderbar und mittlerweile freue ich mich, wieviel Zeit ich jetzt ganz neu nutzen kann (wie etwa fernsehen oder im Zug/Auto (mit-)fahren). Glücklicherweise sitzt mein Mann ganz gerne am Steuer...

2) Ich kann stricken was ich will, keiner kann mir vorschreiben wie ich ein Strickstück zu machen habe und welche Standards gelten. Wenn ich Lust habe, Sockenstricken zu lernen, dann setze ich mich hin und mache das und wenn ich Wolle färben möchte, dann besorge ich mir Farbe. Wenn ich heute keine Lust habe zu Stricken, dann lasse ich es und (um es mit Stephanie Pearl-McPhee zu sagen) wenn ich zwei Wochen an etwas arbeite, das ich wieder auftrennen muss, kommt keiner und fragt, was ich denn in der ganzen Zeit eigentlich gemacht habe.

3) Beim Stricken entsteht aus ziemlich wenig sehr viel und nach getaner Strickarbeit hält man etwas in den Händen und das ist ganz einfach ein wunderbares Gefühl!

24. April 2011

Frohe Ostern !

Ostern - da denkt man an Osterhasen, farbige Eier und Schokolade. Ostern ist aber auch ein Tag, der für Freude, Licht und Hoffnung steht, für die grossen, aber ruhig auch für die kleinen Wunder des Alltags. Dies wünsche ich uns allen, heute und für die Zukunft. Dies ist mein zwanzigster Blog-Eintrag, auch ein Grund zur Freude, und auf die nächsten zwanzig freue ich mich jetzt schon!

Eine ganz besondere Premiere, passend zum kleinen Jubiläum, ist auch mein Osterhäschen, das habe ich nämlich mit einer polnischen Anleitung gestrickt (es sieht trotzdem aus wie ein Hase...):


Für alle die, welche sich das Polnisch anschauen möchten oder das Häschen nachstricken (ist sehr, sehr einfach!), hier ist die Anleitung, mit lieben Oster-Grüssen nach Polen. Das Häschen hat bereits ein liebevolles Zuhause gefunden...

Ausserdem finden heute ein neues Zuhause: Zwei Osterküken mit süsser Füllung:


Diese Idee hat mich gleich von Anfang an überzeugt, etwas zum Stricken, etwas zum Dekorieren und etwas zum Naschen*, das muss gut sein. Mal sehen, was die Empfänger dazu sagen.

Und zum Schluss noch dies: Mein Mann erschien diese Woche mit seinen verhedderten Kopfhörer am Frühstückstisch und meinte mehr oder minder ernst, das sei meine Schuld. Auf meinen ratlosen Blick erwiderte er: Ja klar, die halten sich doch auch schon für Wollknäuel !

In diesem Sinne: frohe, wollige Ostern Euch allen!


* Da wir gerade beim Thema sind, noch ein, zwei markenrechtliche Hinweise: Ja, das Glöckchen gehört zu der schokoladigen Variante der Osterhasen, und da ich diese Schokolade sooo gerne mag, bin ich sicher, dass ich das Glöckchen verwenden darf. Die Schokoladeneier, welche die Osterküken ausbrüten und die genau die richtige Grösse hatten gibt es in der Schweiz beim einen der beiden grossen Lebensmittelläden, der, mit den orangen Buchstaben... :-)

17. April 2011

Woll-Ausflug ins Berner Oberland

Gestern durfte ich einen tollen Ausflug ins sonnige Berner Oberland machen. Wir hatten sehr viel Spass und Freude und haben in Wolle, Stoff und Bastelsachen geschwelgt. Zuerst ging es zu Jakob Wolle nach Zollbrück:


Da sind schon die nächsten Projekte: Bernetta Harmonie (50% Wolle, 50% Polyacryl) in wunderschönen Herbstfarben (ich mag ja alle Farben, nur sieht man mich häufiger mit den einen als den andern...), die ich in etwa einem halben Jahr jahreszeitengemäss in einen Kragenschal verwandeln werde. Weiter gehts mit Sockenwolle (Bernetta Grilana) einmal für grüne (doch doch!) und einmal für weiss-blaue Socken. Die weiss-rosa-pinke Trilogie ist wohl auch nicht gerade meine häufigste Farbe, aber diese werde ich wirklich nicht tragen, die ist für ein anderes Projekt, das so ungefähr bis Ende Mai beendet sein sollte. Die Bernetta Napoli Merinowolle ist mein Vorrat für etwaige Bebefinkli, Farbe noch unbestimmt.
Weiter gings zu Spycher Handwerk nach Huttwil, wo es erst einmal viele Wolllieferanten zu bestaunen gab. Von links nach rechts: Skuddenschafe (freundlich und zurückhaltend), Alpakas (hach, sind die süss) und Kamele (sehr imposant). Das eine kleine Kamel ist gerade mal zwei Tag alt, das andere 3 Wochen:


Anschliessend ging es in ein überwältigendes Woll-Paradies... Kisten- und regalweise Wolle, gesponnen, als Vlies, als Kamzug, Seide, Merino, Kamel und Wolle Dutzender Wollrassen. Daneben Wollfarbe, Nadeln, Spinnräder, Kardiergeräte, Bücher und Wollprodukte. Das Regal mit den bunten Merinokammzügen (unten links) würde ich mir am liebsten ins Wohnzimmer stellen - zum Anschauen und von Zeit zu Zeit glücklich darüber zu streicheln...

 

So, und da ist es nun, mein erstes Wollvlies, damit ich bald fleissig (und lange, wie mir die Verkäuferin versicherte) spinnen üben kann:


Das ist ein weisses Schweiz/Neuseelandmischvlies und das sei genau richtig, um einzusteigen und doch ein schön weiches Garn zu erhalten. Für erste Inspirationen haben ich mir schon mal ein wunderschön gemachtes Buch angeschafft (ich hoffe, dass ich nach dem langen, langen Üben auch mal etwas so Tolles selber machen kann). Kreativ spinnen von A. Daykin/J. Deane zeigt anhand von schönen Naturfotos, die in gesponnene Garne "übersetzt" wurden, welche Möglichkeiten das Spinnen bietet. Über die Qualität der Anleitungen zum Spinnen der Garne kann ich (noch) nicht viel sagen, aber die Fotos sind traumhaft.

3. April 2011

So viele liebe Menschen, so viele schöne Dinge


Was für ein wunderschönes Fest, das ich gestern mit meiner lieben Familie feiern durfte! Mein Mann hat in langer Arbeit vier Salate, Reis, Pasta, selbstgebacktes Brot und niedergegartes Fleisch gezaubert, während es mir nur "erlaubt" war, die Tischdeko und den Kuchen zu machen. Viele schöne und lustige Stunden durften wir mit unseren Gästen verbringen und unter dem Motto "Bunte Frühlingswiese" fanden auch meine zwei neuen Deko-Schäfchen Platz auf dem Tisch. Nach dem Essen gab es zahlreiche tolle Geschenke auszupacken: handgestrickte Geburtstagskarten auf handgemachten Stricknadeln, Bücher (jetzt kann ich meine Farben-Kenntnisse vertiefen), Blumen, Färbewolle (50% Maulbeerseide, 50% Merino, hach, das glänzt so schön), ein KnitPro Etui für die sichere Aufbewahrung meiner auswechselbaren Nadelspitzen, eine Schirmhaspel (die gleich gestern Abend mehrfach noch ausprobiert wurde) zusammen mit einem Knäuelwickler (obwohl mein Mann nie aushelfen musste, fand er in der Verwendung von zusammengerückten Esszimmer-Stühlen wohl einen Hinweis auf ein nützliches Geschenk). Schliesslich durfte ich auch das umwerfende Bild entgegennehmen, das im Austausch mit den Pulswärmern entstanden ist - der Rahmen, den ich als Geburtstagsgeschenk zusammen mit der Künstlerin dann noch dazu gleich selber aussuchen durfte, lässt meine Pastellblumen wunderbar zur Geltung kommen. Ja und dann war da noch ein schmales Couvert, geziert von einem mich freundlich anguckenden Alpaka... Ich kann es noch kaum fassen, aber nach einem Einführungskurs in die Welt des Spinnens und dem Streicheln der zahlreichen Tierchen werde ich stolze Besitzerin eines eigenen Spinnrades werden! Ganz kreativ war auch das Blumenkistchen, das durch seine lange und schmale Form meine Woll-Färbereien nun erleichtern wird. Ich werde ja bald auch Kammzüge färben müssen/dürfen... Danach gab es meinen Sternenhimmel-Schoggikuchen und die gesponserte Lieblings-Schoggicreme und ich habe gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd. Mit fröhlichem Zusammensein und viel Gelächter und sogar etwas Gesang ging ein toller Abend zu Ende.

Ein grosses, grosses Dankeschön an die ganze Familie für dieses unwahrscheinlich tolle Geburtstagsfest!

Geburtstagsimpressionen mit viel neuem Woll-Zubehör

27. März 2011

Mein erstes Design und der Wellenschal

Ich weiss nicht genau, womit ich gerechnet hatte, als ich vor einer Woche mein erstes Design in Ravelry zum download bereitgestellt hatte. Aber sicher nicht damit: 59 Leute haben meine Anleitung heruntergeladen, 15 haben ein Herzchen vergeben (= ich mag das Design) und 5 haben mein Design gleich ihrer Projektwarteschlange hinzugefügt. Da freue ich mich natürlich und bin doch auch ein bisschen stolz.

Jetzt aber zu meinem nächsten Projekt, heute fertig geworden nach einem guten Monat ist der Wellenschal:


Der Schal wird in Wellen/Kurven gestrickt, das sieht schwieriger aus als es ist (Profis nennen das "verkürzte Reihen", ich nenne das: man kehrt um bevor die Reihe zu Ende ist). Dann muss man nur noch bei den geraden Strecken die neuen Reihen mit den alten zusammenstricken et voilà, fertig ist der Wellenschal. Die kostenlose englische Anleitung gibt es bei Ravelry.

Letzte Woche habe ich eine Liste der Projekte gemacht, die ich bald mal stricken möchte (es werden immer mehr und ich will ja nichts vergessen, man wird ja nicht jünger...). Ich war selber erstaunt, nach kurzer Zeit füllte die Liste bereits eine A4 Seite, die Ideen werden mir also nicht so gleich ausgehen.
Das nächste Projekt habe ich heute auf dem Weg zum Geburtstag einer lieben Freundin in Angriff genommen, dazu aber erst soviel: es ist sehr einfach und wunderbar saisonal... Das nächste grössere Projekt wird dann mein blauer Vollmondhimmel-Kragenschal werden, darauf freue ich mich auch schon

20. März 2011

Pulswärmer "Cornelia"

Wullechneuel feiert das erste veröffentlichte Muster-Design: die Pulswärmer "Cornelia" aus Lana Grossa "Bolero" in Flechtmuster:


Die Anleitung ist ab sofort in Ravelry im Wullechneuel's Design Store kostenlos erhältlich - in deutsch und englisch.
Ich freue mich sehr, dass ich heute den oben abgebildeten Prototypen an eine zufriedene Abnehmerin weitergeben durfte - hat Spass gemacht! In Kürze werde ich Euch auch das im Gegenzug entstandene tolle Bild präsentieren können.

13. März 2011

Nachthimmel bei Vollmond

Meine Merino-Seide-Wolle hat jetzt also die gewünschte Farbe, dem Stricken steht (fast*) nichts mehr im Wege:

Aus weiss mach blau

Der Kragenschal wird also demnächst in meiner neuen Nachthimmel bei Vollmond**-Tönung in Angriff genommen werden können, jetzt muss die Wolle aber noch vollständig trocknen.

Ausserdem sind meine Geschenks-Pulswärmer soeben fertig geworden, ich bin soweit zufrieden und hoffe sehr, der Empfängerin damit eine Freude zu machen. Allerdings muss ich mir "das finish" noch überlegen, denn der Wunsch waren ausgefallene Pulswärmer... Ich habe da schon die eine oder andere Idee. Ganz besonders freue ich mich auch auf das Bild, das nächste Woche noch einen wunderschönen Rahmen erhalten wird. Ich hoffe, ich kann es Euch bald vorführen!

So, jetzt geht es zurück zu meinem Wellen-Schal...

* Fast, weil das Hindernis liegt im Wickeln des Knäuels, aber das wird auch noch.
** Für alle, die sich wie mein Mann jetzt fragen, wo denn der Vollmond ist, sei noch erklärt: in tiefster Nacht ist der Himmel fast schwarz, nicht blau. Wenn aber der Mond voll am Himmel steht, dann wir aus dem schwarz ein sattes blau, das hier Pate stand.

6. März 2011

Der Ärmelschal

Da ist er nun, mein flauschig-warmer Ärmelschal mit Zopfmuster:

Ärmelschal aus Lana Grossa/Cara Print 80% Merino

Gestrickt wurde der Ärmelschal wie ein Schal, die Ärmel entstanden durch einfaches Zusammennähen der Enden. Er wurde auf unserem heutigen Waldspaziergang feierlich eingeweiht. Als Modefotograf amtete mein Mann und da er diese Aufgabe gewissenhaft und mit viel Elan gemeistert hat, ist er gleich in meine crew aufgenommen worden. 
Beinahe wäre die Fertigstellung meines Ärmelschals verunmöglicht worden, da die Wolle vor meinem Schal zu Ende ging. Erfahrene Strickerinnen werden wohl nur den Kopf schütteln können über so wenig Planung, nun ja, ich weiss. Jedenfalls ist alles glimpflich gelaufen, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich diese Wolle im Ausverkauf erstanden habe. Nach einer kurzen Anfrage beim Wollladen hatte ich zwei Tage später zwei weitere Knäuel im Briefkasten - danke, liebes Jakob-Wolle-Team! Jetzt habe ich noch ein ganzes Knäuel zur weiteren Verfügung, sehr gut...

26. Februar 2011

Wolle, Wolle, Wolle

Der Ausflug letztes Wochenende war wunderschön ! Aus wolliger Sicht war auch der Zwischenhalt in Burgdorf im woll-laden ein voller Erfolg. Der Laden hell und mit viel Liebe eingerichtet und bei Barbara Züger habe ich mich sofort wohlgefühlt - einerseits wegen der zuvorkommenden und kompetenten Beratung, andererseits weil ich einfach durch den Laden schlendern und mich ungestört inspirieren lassen konnte.
Ich habe die tolle Noro Wolle gefunden, die für mein entrelac Projekt gedacht ist, die farbige Jawoll Magic für den Wellen-Schal (der bereits am Entstehen ist), Setanova für mein erstes "richtiges" Oberteil, Knitcol für die ersten Bebefinkli dieses Jahr (hach, ich freue mich). Ausserdem noch Alpaca Superlight und die wunderschöne K'acha aus Peru, für die ich (noch) kein Projekt habe, der ich aber einfach nicht widerstehen konnte (sogar mein Mann fand die toll und meinte, mir würde sicher noch was einfallen, da hat er bestimmt Recht...). Und nicht zu vergessen ein ganz besonderes Garn für mein nächstes Geschenk-Projekt, das ich hier aus Überraschungs-Gründen noch nicht zeigen möchte.

Knitcol-Merino   Lang Jawoll Magic-Schurwolle/Polyamid   Lang Alpaca Superlight-Alpaca/Merino/Polyamid
K'acha-Merino/Alpaca/Seide   LanaGrossa Setanova-Seide/Baumwolle   Noro Silk Garden-Schurwolle/Seide/Nylon/Mohair

Diese Woche habe ich auch die bestellte Färbewolle vom wollmobil bekommen, ein Seide-Merino-Gemisch mit hübschem Glanz, das ich in dunklen Blautönen färben möchte:

Lotus Yarns Silky Merino-Seide/Merino je 50%

Das Projekt dafür steht auch schon fest, ein Kragen-Schal. Eine Vorschau gibt es hier. So, jetzt ist es Zeit zu den Stricknadeln zurückzukehren: der Ärmelschal ist weit fortgeschritten, der Wellen-Schal ist angefangen und das Geschenk-Projekt ist bereit, nur die Masse brauche ich noch.

20. Februar 2011

Viele bunte Farben

Seit ich stricke suche ich Wolle in Regenbogenfarben, aber ich habe noch keine gefunden, bei der alles gepasst hat. Mit der Woll-Färberei haben sich hier ganz neue Möglichkeiten ergeben - und hier sind sie nun, meine Regenbogen-Stränge (die sind gewissermassen schon vor-reserviert...):

Regenbogenstrang - frisch aus der Mikrowelle 

Meine beiden Regenbogen - Merinostränge à 50g

Im Gegensatz zu den ersten Strängen, die ich gefärbt habe, sind diese durch flaches Auslegen und Bemalen mit einem Pinsel entstanden. Insgesamt habe ich 12 verschiedene Farben in Picknickbechern gemischt. Obwohl nicht jede der Farben einzeln erkennbar ist, freue ich mich über meine Regenbogen-Wolle. Eine grosse Hilfe war dabei meine brandneue Waage mit 0.01g Einteilung, die ich letzte Woche nach einem freundlichen Hinweis erstanden habe - ein echter Glücksgriff (gibts für 60 Franken bei Saturn).
Da ich nach den beiden Strängen noch Farbe übrig hatte (und im Hinblick auf die bereits bestellte Färbewolle noch dunkelblau ausprobieren wollte...), habe ich gleich noch einen Strang Merino angefertigt - tiefes Wasser:

 
Tiefes Wasser - Merino à 50g

Ausserdem haben wir diese Woche einen tollen Ausflug in den Kanton Bern gemacht und haben bei einem tollen Woll-Laden Zwischenhalt eingelegt. Bald werde ich Euch von meiner neuen Wolle berichten können...

14. Februar 2011

Valentinstag


Ja, ich weiss, die einen können es kaum noch hören und sehen, die anderen können nicht genug kriegen von rosa Herzen und roten Rosen. Ganz klar, jeder soll auf seine eigene Art glücklich werden. Mein Mann und ich nehmen Valentinstage entspannt und feiern lieber unseren Jahres- und Hochzeitstag. Dieses Jahr gibt es aber eine Überraschung für meinen Mann: Frühlingsblumen, die nicht verblühen:


Hach, ich freue mich sehr auf den Frühling. 

Für die StrickerInnen unter Euch: die kostenlose Anleitung für die Maiglöckchen findet sich hier. Die Anleitung ist englisch, aber auch sehr einfach. Die Blütenstengel habe ich mit dem Strickpilz gemacht, die Blüten wie in der Anleitung. Die grünen Punkte sind meine ersten Nadel-Filz-Versuche und bestimmt nicht meine letzten - hat Spass gemacht.

12. Februar 2011

Heute wird Geburtstag gefeiert

Heute feiern wir den Geburtstag eines lieben Menschen und ich freue mich ganz besonders, dass ich etwas Gestricktes verschenken darf:


Pulswärmer aus Schachenmayr Brazilia
(als Quadrat gestrickt und auf der Seite zusammengenäht).

5. Februar 2011

Elenore und Sophie

Eulchen im Wald

 Elenore und die kleine Sophie sind Eulen-Schwestern, die diese Woche entstanden sind. Sie sind im Gegensatz zu artverwandten Exemplaren haselnusshellbraun. Es wird vermutet, dass es in der Verwandtschaft wohl noch die eine oder andere Schnee-Eule gibt (räusper räusper, alternativ vergleiche Blog-Eintrag vom 30. Januar und meinen Einstieg in die Woll-Färberei). Während Elenore eine Feld-, Wald- und Wiesen-Eule ist, handelt es sich bei der kleinen Sophie um eine Bergeule. Noch sind beide etwas geschafft vom Winter, aber im Frühling wird Sophie die Flügel ausbreiten und sich in höhere Gefilde aufmachen.

Die Anleitung für Elenore ist kostenlos erhältlich bei ravelry (in englisch, aber sehr einfach zum Einsteigen).
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