...jaaaa, genau ! Und ich glaube fast, ich bin die stolzeste Spinnrad-Besitzerin überhaupt :-) Schaut mal:
Aber jetzt mal von vorne: Da war ja noch das Geburtstagsgeschenk, mein Spinnkurs, und nun war es soweit. Mein Mann kurvte mit mir ins schöne Toggenburg zu Sabina Haese nach Stein SG, wo wir gleich herzlich empfangen wurden und in der gemütlichen Küche Platz nehmen durften (mit Aussicht auf den Alpakahengst). Da lag schon jede Menge Wolle bereit und nach einer Einführung ging es mit der Handspindel weiter - Drehung unten, oben zupfen, nur nicht loslassen, aufwickeln, ja, nicht ganz einfach. Ich durfte auch gleich mehrere Spindeln und Fasern durchprobieren und mit der Hilfe von Sabina ging es auch recht gut. Auch das Handkarden konnte ich gleich ausprobieren und schon ging es weiter ins Wohnzimmer, wo schon sechs Spinnräder bereit standen - die Qual der Wahl, aber erstmal hiess es, das Treten einigermassen hinzukriegen (und zwar langsam und mit Vorteil nur in eine Richtung...). Dazu gab es noch weitere interessante Informationen zur Wolle und deren Verarbeitung. Nun aber ging es so richtig los und ich durfte all die tollen Spinnräder der Reihe nach ausprobieren:
Mein Mann hat ein gutes Auge und konnte mich mit Tipps auch schon unterstützen, ich glaube, es hat nicht viel gefehlt und er hätte sich gleich selber ans Spinnen gemacht.
Irgendwann gehen auch die tollsten drei Stunden vorbei und die Stunde der Entscheidung kam: Sechs Spinnräder zur Auswahl. Mein Mann hatte sehr schnell erraten in welches Rad ich mich verliebt habe und so durfte ich ein wunderschönes Spinnrad, das im Ballenberg gefertigt wurde, nach Hause nehmen. Es scheint aus Kirschbaumholz hergestellt zu sein, aber leider konnte ich noch nicht viel mehr herausfinden (aber ein guter Grund, doch bald einmal wieder im Freilichtmuseum Ballenberg vorbeizuschauen).
Soweit meine Kenntnisse reichen, ist dies ein einfädiges Hochrad mit Flügelbremse und integrierter Zwirneinrichtung für drei Spulen. Es läuft leise und wunderbar leicht und rund - klar, beides natürlich verglichen mit den fünf anderen Spinnrädern, die ich in meinem Leben bisher ausprobiert habe :-), aber ich bin sehr zufrieden. Damit ich gleich zu Hause mit meinem neuen Spinnrad üben kann, bekam ich von Sabina einen grosses Sack Wolle geschenkt, da habe ich mich aber gefreut! Schliesslich durften wir noch bei Sabinas Alpakas vorbei und mit einem Nachtessen, zu dem auch die Spender dieses Kurses kamen, ging der Tag zu Ende.
Ein grosses Dankeschön den lieben Spendern für die Idee und das Geschenk und an Sabina für den tollen Nachmittag, ihre fachkundigen Erklärungen und ihre Geduld... hat sehr viel Spass gemacht!
Oh Moment, natürlich will ich auch noch kurz berichten, wie es danach weiterging. Schliesslich brauchte ich noch einen Hocker zu meinem Spinnrad und ich eröffnete meinem Mann, dass wir unbedingt zu diesem grossen Möbelhaus mussten und bald zog auch noch der Ingolf bei uns ein (von mir ganz alleine zusammengeschraubt, hehe):
So entstand also zusammen mit meinem Wollsack meine erste kleine Spinnstube:
Die ganze braune Wolle ist schon versponnen und ja, da ist es also, mein erstes Spinnergebnis:
In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass das, was ich da produziere "schwangere Regenwürmer" genannt wird (weil es noch immer dickere Stellen in meinem Faden hat). Jetzt heisst es (weiter-)üben, üben, üben.... Daher mache ich mich jetzt auf zu der weissen Wolle, mit der ich schon angefangen habe. Wenn ich fertig bin, werde ich gleich noch ins Färbeatelier wechseln und ausprobieren, wie sich die Wolle färben lässt...













